Frieda und die liebe Nachbarschaft

Frieda weiß ja nicht, in welchem Verhältnis ihr zu Euren Nachbarn steht, sie möchte heute mal über ihre Nachbarschaft erzählen und die hat es in sich*kicher*

Kennt ihr das, ein harmloses Pläuschchen am Gartenzaun!?

Oh weh, ein Blick genügt: Friedas Freund Manni und sie an der Gartenmauer, was da wohl bei herauskommt?!

 

An der Lautstärke wie sie sich unterhalten & am lauten Gelächter der Beiden war klar: Sie hecken etwas aus.

 

 

 

 

Und jaaaaaa, sie entschlossen sich ganz spontan aus einem Witz heraus, etwas Lustiges zu machen.

 

Ein lautes Gerumpel und Gepumpel folgt, oh weh, was machen die Beiden denn nur? Was für ein Lärm......??

 

 

 

Beim Nachschauen  trauten wir unseren Augen nicht. Sie schleppten eine Bierzeltgarnitur auf den Bürgersteig vor das Haus, mitten in der Stadt!!

 

Auf die Nachfrage, was das denn jetzt werden soll kicherten beide laut.

 

Endlich rückten sie mit der Sprache heraus.

 

Sie hatten sich aus ihrer Laune heraus dazu entschieden, einfach mal Tisch und Bänke auf den Bürgersteig zu stellen. Die für den nächsten Tag  gebackene Torte und Kaffee auf den Tisch zu stellen und zu schauen was passiert. Tschakka!

 

 

 

Es gibt ja immer Nachbarn, die alles beobachten, alles im Blick haben und wenn sie was sehen sollten, natürlich nix gesehen haben.

 

Mh, ob sie damit irgendetwas erreichen?!

 

Sie waren so emsig und fleißig, schleppten alles heraus und oh Wunder, es sah wirklich total schön aus, was die beiden da vollbracht hatten. Nett anzuschauen und sehr einladend.

 

 

 

 

Die Torte kam auf den Tisch und unsere kleinen Schleckermäulchen konnten und wollten nicht warten ob etwas geschieht, sie stürzten sich auf die Torte, die sah aber auch wirklich sehr verführerisch aus, das muss man schon sagen, man kann sie da verstehen!

 

 

 

Sie waren ganz vertieft im Rausch der Kalorien, als Beide Blicke im Rücken spürten.

 

Der Herr Bärli stand in seinem Hauseingang und sagte: Oh, das sieht aber sehr lecker aus! Manni und Frieda sagten sofort: „Ja, Herr Bärli gesellen sie sich doch zu uns, es ist genug da!“ Das wollte sich Herr Bärli nicht zweimal sagen lassen und gesellte sich hinzu. Anregende Gespräche und Geplauder konnte man entlang der Straße hören und nicht zu vergessen,  das Lob wie gut die Torte schmeckte.

 

 

 

Es dauerte gar nicht lange, da fiel Frieda auf, dass Mister White am Fenster stand und zaghaft hinter den Gardinen hervor spähte und sich wunderte was denn auf der gegenüberliegenden Straßenseite los sei? Sofort wurde freundlich einladend gewinkt. Herr White wohnte noch nicht allzu lang in dieser Straße und so freute sich das Trio, dass er bereit war, der Einladung zu folgen.

 

Das Gelächter und der Spaß waren nun kaum zu überhören. Das Gerede war angeregt und so wurden auch andere aufmerksam.

 

 

In der Straße, da waren auch ganz neue Personen eingezogen. Die man kaum sah und man wusste auch nicht sehr viel über Sie. Allgemein werden sie ja Flüchtlinge betitelt, aber so möchten wir sie nicht nennen. Es sind Menschen, die aus ihrem Land vertrieben wurden, schreckliche Wege auf sich genommen haben, die nun ein neues „zu Hause“ suchen. Ja so  auch in unserer Straße, in unserer Stadt.

 

Frieda sagt mit leuchtenden Augen zu den anderen: „He, wollen wir nicht einfach mal Klingeln und schauen, ob unsere neuen Nachbarn auch Spaß hätten an unserem Kuchen und unserer Gesellschaft?“  „Sie gehören doch jetzt auch zu unserer Nachbarschaft und wenn wir ihnen nicht entgegenkommen, könnten sie das Gefühl haben sie wären nicht willkommen. Das soll bei uns doch nicht so sein, oder was meint ihr?“

 

 

Alle stimmten zu und Frieda fasste sich an ihr kleines Herz und klingelte einfach. Etwas verschreckt und zurückhaltend wurde die Tür geöffnet und mit ein wenig Handzeichen und leichtem Englisch brachte Frieda die neue Nachbarin Mrs. Abongo zu dem Tisch. Mit Händen und Füßen wurde sich unterhalten und umso länger der Nachmittag in den Abend ging, umso lockerer würde die Stimmung.

 

 

 

Sogar der grummelige Herr Pablo näherte sich und wurde freundlich empfangen und in die Runde eingeladen. Es stellt sich heraus, dass Herr Pablo eigentlich gar nicht grummlig ist und man richtig viel Spaß mit ihm haben kann. Ja, so leicht kann es passieren,  dass wenn man nie mit einem Menschen spricht und ihn einfach immer nur aus der Ferne beobachtet und sich einfach ein Urteil erlaubt.

Ach, es war eine so herrliche Runde und sie hatten sich so viel zu erzählen; viel zu sagen.

 

 

 

 

 

 

Mister White fragte in die Runde, ob denn jemand einen guten Tropfen Wein verschmähen würde, er hätte da noch so das ein oder andere gute Tröpfchen im Keller und er würde das gerne zur Runde beitragen? Die Zeit verging so schnell und eh` man sich versah, war es schon Abend. Der Großteil stimmte zu, dass die eigentliche „Kaffeezeit“ erweitert wird und so strömten sie nun im Schein der Straßenlaternen in alle Richtungen aus, kramten in Kühlschränken, Vorratskammern  um in die zweite Phase des Bürgersteigspontantreff an Getränken und Leckereien zu versorgen.

 

 

 

 

Frieda und Manni warfen sich immer mal wieder zwinkernde Blicke zu, denn ja, genau so hatten sie sich es sich gedacht und erhofft, als sie die Bänke schleppten.

 

Ach herrje, was alles auf dem Tisch landete: Da wurden z. B. Glückkekse mitgebracht und in lustiger Runde wurden sie verteilt & mit großem Gezeter aufgemacht. Herrje war das ein Spaß!!

 

 

 

 

Mrs. Abongo zauberte so leckere Brezeln herbei. Wer hätte gedacht, bayrische Kost? Ja, beim Essen vereinigt sich die Welt!! Frieda strahlte über das ganze Gesicht und freute sich so sehr, dass Mrs. Abongo ihre Sorge vor Neuem überwunden hat und sichtlich Spaß dabei hatte.

 

Da Mister White sehr gut Englisch sprach, wurde die Plauderei zu Mrs. Abongo immer intensiver und sie lachten oft sooo laut auf. Was sie sich wohl zu erzählen hatten?!

 

 

 

 

Die lustige Runde ging bis tief in die Nacht, wenn nicht Morgenstunden. Viele Gläser Wein und andere Getränke wurden geleert. Das Geplauder barg so viele lustiges in der Runde, aber auch ernste Themen wurden diskutiert. Es war eine bunte Mischung die am Tisch saß,  alle fühlten sich wohl. Herr Pablo fiel auch mal kurz unter den Tisch vor Lachen, aber es waren alle sofort da und halfen ihm wieder auf seinem Platz.

 

 

 

 

 

 

 

Eines ließen sich alle in ihrer guten Laune aber nicht nehmen, ein Gruppenbild und ein Versprechen, dass sie das auf jeden Fall wiederholen und es ebenso in einer Spontaneität erfolgen soll, wie es sich auch an diesem Tag ergeben hat. Auch wenn der ein oder andere schon einen kleinen Schwips hatte, es war und blieb freundlich in einem wirklich tollen Miteinander.

 

Ein besonderer Dank geht an Manni, der immer so spontane Ideen hat und diese auch sofort umsetzt, mit vollem Einsatz!!

 

 

Also, nüchtern betrachtet:

 

Was braucht man für so einen wunderschönen Abend:

 

Eine Idee, schnelle Umsetzung, Reste aus Kühlschränken, ein offenes Herz und Mut!!

 

Mut, um einfach und spontan zu sagen: „Hey, es braucht nicht viel Geld, nur an den Türen klingeln um das oft gesagte: „Das können wir mal -, das wollten wir immer schon mal machen, wär eine Gaudi, oder?!“  umzusetzen.

 

Wie eben schon beschrieben, es bringt Menschen zusammen, ohne viel TAMTAM. Menschen die man gefühlte 100 Jahre schon kennt, ohne mit ihnen je einen ganzen Satz gesprochen zu haben.

 

Das kann jeden Tag passieren, vielleicht schon heute?!

 

Wir wünschen Euch einen schönen Sommer, mit vielen, tollen & spontanen Begegnungen,

 

Eure Frieda & Crew

 

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Kommentare: 19
  • #1

    Luzia (Samstag, 23 Juli 2016 08:14)

    ich würde mir wünschen das viele so denken würden wie du frieda dann würde das nicht mehr so viel schlimmes in der welt geben
    ich mag dich kleine frieda

  • #2

    Suse (Samstag, 23 Juli 2016 08:56)

    Wie schön an diesem heutigen Tag, diese Geschichte zu lesen, das macht Mut, das doch nicht alle Gegeneinander gestimmt sind!

  • #3

    Gustav Gans (Samstag, 23 Juli 2016 10:19)

    Du liebe Frieda mit dem unendlich großen Herzen für jeden Menschen!
    Gerade heute Morgen hat deine Geschichte so gut getan!
    Verliere bitte nie dein großes Herz und deine Art offen auf jeden zuzugehen!
    Herzliche Grüße aus dem tieftraurigen Bayern!

  • #4

    Benny (Samstag, 23 Juli 2016 10:57)

    Wenn jeder sein Herz so öffnen würde wie du Frieda, würden die Dinge nicht so laufen, wie wir es grade erleben müssen. Wie schön, daß DU allem TROTZT und dein Leben bunt und geöffnet für JEDEN lebst und trotzdem ein Lächeln schenkst!
    Da sollten sich mal viele ein Beispiel dran nehmen!!!

  • #5

    Sabine (Samstag, 23 Juli 2016 11:42)

    Wir sitzen laut LACHEND am Tisch und genießen deine Geschichte, Frieda!
    Fragen uns gerade, wie unsere Nachbarschaft wohl reagieren würden und ob wir es mal wagen?! Es ist KÖSTLICH, allein darüber zu spektakulären! ;0)

  • #6

    Selma (Samstag, 23 Juli 2016 11:59)

    Frieda, ich möchte sehr gerne dein Nachbar sein.

  • #7

    Sebastian (Samstag, 23 Juli 2016 13:12)

    Was für ne unglaublich tolle Aktion! Frieda, du bist echt immer wieder ein riesen BRÜLLEN und ein VORBILD!!!

  • #8

    Bine (Samstag, 23 Juli 2016 13:17)

    TOPP!!!
    Besonders Herr Pablo hat es mir angetan :0)

  • #9

    Thomas (Samstag, 23 Juli 2016 14:44)

    ALTER, WIE SAUCOOL IST DIE AKTION DENN????!!!!!
    FRIEDA, DU BIST ECHT NE GROßE WUCHT!!! MANNI NATÜRLICH AUCH!!!

  • #10

    Markus (Samstag, 23 Juli 2016 17:17)

    Tolle Geschichte!
    Tolle Frieda & Friends!
    Tolle Nachbarschaft!

  • #11

    Mel (Samstag, 23 Juli 2016 19:56)

    Das ist eine schöne Geschichte. Und wieder so viel wahr. Hört sich nach einer riesen Gaudi an ;0)

  • #12

    Petra (Samstag, 23 Juli 2016 20:39)

    Was eine tolle Geschichte mit tollem Hintergrund!
    So spontane und lustige Nachbarn hätte ich auch gern!
    Vielleicht sollte ich das einfach mal probieren ;o)

  • #13

    Gesa (Sonntag, 24 Juli 2016 10:16)

    Was für ne tolle Geschichte, schön, in diesen Tagen auch soetwas zu lesen!

  • #14

    Yvonne (Sonntag, 24 Juli 2016 19:02)

    Was für ne KLASSE spontan Aktion und Hut ab vor den Organisatoren und den Nachbarn, die sich drauf einlassen!

  • #15

    sonja (Sonntag, 24 Juli 2016 20:47)

    was für eine nette idee gerade in der jetzigen zeit

  • #16

    michaela (Dienstag, 26 Juli 2016 21:26)

    Himmlisch gut ...und den Tieren gelingt es ...trotz Unterschied beisammennzu sein . Können wir auch nicht.war ?

  • #17

    Kalle (Dienstag, 26 Juli 2016 21:36)

    Frieda, hab heute eine Visitenkarte am Rhein gefunden und dachte, da schau ich mal!
    Deine Seite ist ja der Wahnsinn, diese Geschichte hier hat so viel Liebe im Miteinander, schön, daß du das lebst! RESPEKT
    Werde mich jetzt durch deine Seite lesen :o)

  • #18

    Emma (Mittwoch, 27 Juli 2016 06:53)

    Was für eine herzlich lustige Geschichte!
    So eine Nachbarschaft ist GOLD wert!

  • #19

    Silke (Mittwoch, 27 Juli 2016 19:09)

    Die Story ist der WAHNSINN!!!
    BITTE MEHR DAVON!!!