Frieda in wichtiger Mission

Heute ist Frieda wirklich mal in einer ganz besonderenMission unterwegs und benötigt ganz dringend all Eure Unterstützung in einer wirklich wichtigen Angelegenheit, die weit über nur eine Person geht.

Vor ein paar Wochen bekamen wir von einer ganz lieben Bekannten einen Link zugesendet, weil sie weiß wie sehr wir uns mir Gehörlosen Menschen beschäftigen, bzw. in diesem Fall auch einsetzen würden.

Wir lesen den Artikel und mussten erst einmal „inne halten“:

 

http://www.taubenschlag.de/2017/09/spendenaktion-familie-walte-noch-knapp-8-000-euro/

 

Schlagartig sind wir alle samt so richtig sauer. Frieda schüttelt den Kopf und meint nur: „Das kann doch nicht sein, das darf es doch nicht geben, das ist ja gemein.“

Wir sitzen lange an dem Abend zusammen, diskutieren was wir unternehmen können. Frieda miteingeschlossen sind uns natürlich genauso einig, ja Spenden, das wollen wir sofort, jeder was er kann und mag. Los geht’s.

Am nächsten Tag plaudert unsere Frieda ganz aufgeregt mit Aksel, ihr erinnert Euch, wir haben über Aksel und seine Familie eine Geschichte geschrieben. Die beiden gestikulieren wild umher und wir sehen wie Aksel die Gebärden *unmöglich* mehrfach gebärdet. Wir ahnen es schon, Frieda lässt das Thema vom Abend zuvor nicht los und was liegt näher als es mit einem Gehörlosen zu thematisieren. Aksel mitsamt seiner Familie spenden. Wir sind Mega gerührt und nehmen Kontakt zu dem Verein *Zeichen setzen* auf.

Mit Frau Winny Stenner beginnen wir einen Mailkontakt und dieser geht immer mit einem Gefühl von Zusammengehörigkeit einher und es fühlt sich gut an. Wir bekommen von den Töchtern eine ganz persönliche Mail, in denen sie sich so herzlich bedanken.

Schnell macht es in unserem Umfeld die Runde und alle sind bereit zu spenden. Wir hätten nicht gedacht, dass die Bereitschaft so groß ist. Ein Sparschwein wird spontan aufgestellt und ob es 1 Cent ist oder auch mal ein Schein, ganz egal.

Vor 2 Wochen sitzt Frieda am Abend einen Moment ganz STILL. Oha, da kommt gleich was, war noch unser Gedanke und dann sprudelte sie auch schon mit allem heraus:

 

„Ich hab eine Idee und mir folgendes überlegt und ihr habt keine Chance es mir auszureden!“ Wir bekommen einen Blick von ihr der nun wirklich keinen Wiederspruch duldet und wir hören gespannt zu:

„Wir haben immer wieder in unseren Geschichten geschrieben, wenn man der Meinung ist, dass man sich einmischen muss, dann soll man es auch tun. Ihr Beide arbeitet mit gehörlosen Menschen und nun könnten wir wirklich mal einer ganzen Familie helfen und mit viel Glück auch anderen Familien, oder auch für Dich, der es gerade liest und vielleicht gehörlos bist?“

„Also Mädels jetzt krempeln wir mal die Ärmel hoch und tun das, was wir gut können, Gehörlosen Menschen Gehör verschaffen!“

 

Wir schauen sie an, fragen wie sie das meint und was sie sich genau vorstellt. Und es kommt wie aus der Pistole geschossen: „Ich pack jetzt meinen Rucksack und besuche Frau Walte im Seniorenheim!“ Das war eine Ansage, die gesessen hat.

Sie flitzte auch schon los und wir haben alle Mühe unsere kleine aber zu allem entschlossene Frieda zurückzuhalten. „Halt, halt Frieda, so geht das nicht“ rufen wir noch.

Und die Augen werden noch GRÖSSER: „UND OB DAS GEHT!“

Wir erklären ihr, dass wir vorher fragen müssen und da wir ihre Ungeduld kennen, setzten wir uns sofort an die Tasten. Wir bekommen umgehend Antwort der Töchter und ein Termin entsteht, an dem wir uns treffen wollen.

Nun ist der Tag da und wir sind alle samt sehr aufgeregt, auf das, was uns erwartet, wie wir aufgenommen werden, wie unsere Begegnung sein wird und ob das, was wir fühlen auch in der Realität sich so anfühlt *das verbunden sein*

Renate, eine der Töchter erwartet uns am Eingang des Seniorenheims und oh ja, sofort ist ein Vertrauen und eine enge Verbindung da. Leider kann Anja, die zweite Tochter an diesem Tag nicht dabei sein, wir hätten sie ebenfalls so gern kennengelernt. Wir holen das aber nach VERSPROCHEN!

Frieda schaut Renate an und sagt: „Ich hab das Gefühl, wir kennen uns schon ewig.“ Ohne große Worte nicken wir uns alle samt zu.

Sie erzählt uns wie gerührt sie und ihre Schwester sind, wenn sie von den vielen Unterstützungen erfährt.

Wir gehen in einen angenehm gestalteten Raum in dem Seniorenheim und auch da fällt uns schon auf, ja hier sind Gehörlose willkommen, das gefällt uns.

Renate holt ihre Mutter Ellen zu uns (Eleonore, heißt sie mit vollen Namen, welch schöner Name), denn um sie geht es ja.  Wir sind aufgeregt, denn wir wollen helfen, wir wollen den Sachverhalt der ganzen Geschichte verstehen. Frieda hat sich tausend und eine Frage im Kopf zurechtgelegt. Sie wollte den kompletten Hintergrund erfragen EIGENTLICH & genau da in dem Moment kommt Ellen in den Raum, sie strahlt uns an.

 

Wir sehen, das Friedas Herz aufgeht und natürlich auch uns.

In einem einzigen Moment wird uns klar, nein wir wollen gar nicht über diese ganze Geschichte mit dem Gericht, der Stadt Duisburg und den Ämtern und den ganzen Schwierigkeiten der Familie Walte berichten. Das strahlen in den Augen von Ellen sagt uns, da steckt ein zauberhafter Mensch dahinter, eine zauberhafte Familie und genau über sie möchten wir euch erzählen.

 

 

 

 

OK mit den Gebärden tun wir uns etwas schwer, denn Ellen gebärdet noch in einer doch recht *alten* Gebärdensprache, aber alle zusammen geben wir uns große Mühe und wir haben auch wirklich eine zusätzliche wunderbare Hilfe, die uns zur Seite steht. Ellen kann aber auch gut von den Lippen ablesen, das erleichtert enorm.

 

Frieda nähert sich an und die beiden geraten ins Plaudern. Ihr kennt sie ja

Über ihre früheste Jugend und die ganz jungen Jahre, will Frieda etwas fragen, nein darüber mag Ellen nicht sprechen. Sie sagt, als Gehörlose hatte sie da keine so schöne Zeit und schaut einen kleinen Moment traurig  aus und das akzeptieren wir natürlich. Ihre Augen strahlen aber sofort wieder mit diesem ganz besonderen Glanz und sie sagt:

 

“Mein schönes Leben  hat mit der Geburt meiner Töchter begonnen."

 

 

 

 

“Wenn das keine der schönsten Liebeserklärung an seine Kinder ist, oder?“meint Frieda und schmunzelt gerührt.“

 

“ Ja, da hat sie Recht meint Renate, unsere Mutter hat immer darauf bestanden, dass wir keine richtige Gebärdensprache lernen. Wir haben so unsere ganz eigenen Gebärden und sie kann uns ganz hervorragend von den Lippen ablesen.“

Frieda schaut Renate an und fragt: „Sag mal Renate, wie ist das denn so als Coda Kind, wie war das als Kinder für Euch oder Dich?“

Ja, da schaut ihr was, Frieda hat sich informiert ja, ja, wisst ihr was Coda Kinder sind?

 

https://www.hss-homberg.de/contentsffhoer/coda/codaframeset.html

 

Renate schaut sie an und meint:“ Ach Frieda da gibt es die eine und die andere Seite.“

„Als Coda hast Du die Verantwortung für Deine Eltern, das ist nicht immer ganz einfach. Du musst für Deine Eltern immer und überall übersetzen; bei Ämtern, bei Ärzten, etc.  dass nimmt natürlich Zeit in Anspruch und musst Dich früh mit vielen erwachsenen Dingen beschäftigen, möchtest aber lieber spielen gehen. Die andere und enge Verbindung macht es dann manchmal problematischer im Miteinander. Früher gab es noch keine Dolmetscher oder eher selten. Frieda schaut etwas verdutzt. „Oh, das verstehe ich.“

Renate lächelt und sagt: „Ja, manchmal was es ja auch lustig und man konnte übersetzen was man für richtig hielt 😊“

Frieda schaut sie an und meint: „Aha und was zum Beispiel?“

„Na ja, zum Beispiel bei Elternversammlungen in der Schule. Da musste ich ja dabei sein um zu übersetzen und dann haben die Lehrer natürlich auch schon mal was gesagt, was nicht so schön war, oder wo ich bessere Noten haben müsste und dann hab ich halt einfach gebärdet, dass alles super ist.“

Frieda kichert und dreht sich verschmitzt zu Renate und flüstert: „ Und das hat Deine Mutter dann nicht bemerkt!?“

Renate meint: „Nein da wird man dann Profi, wenn es um die eigene Sache geht.“ Alle lachen herzlich über diese kleine Anekdote. Im Nachhinein, ist es nicht korrekt, aber man kann es auch nicht mehr Rückgängig machen.

Frieda schaut Renate an und fragt, was war denn als Teenager dein Traum, was hättest Du gerne gemacht? Renate schießt die Antwort nur so heraus: „Ich hätte gern ein Buch über Coda Kinder geschrieben und gezeigt, wie unser Leben aussah.

Frieda lächelt sie verständnisvoll an. So langsam verstehen wir.

Es ist in Worte kaum zu beschreiben aber in kürzester Zeit sind wir in diesem Raum auf ganz sonderbare Weise zusammen gewachsen.

Ellen ist kurz abgelenkt und Frieda schaut Renate an und fragt: “Wie habt ihr denn große Probleme besprochen?“ Renate schaut Frieda ruhig an und wirkt traurig. „Große Probleme wurden gar nicht besprochen, sie existierten irgendwie in den Unterhaltungen nicht.“

 

Frieda versteht das nicht, denn man muss doch Dinge besprechen können. „Na ja, wir haben das dann mit uns selbst geklärt, oder wir Schwestern gemeinsam.“

 

Frieda denkt nach und meint: „Aber das kann man doch gar nicht oder? Was war denn mal euer größtes Problem und wie habt ihr das gelöst?

 

Renate wird sehr still und wir spüren, dass sie einen dicken Kloß im Hals hat, dass eine ganzschwere Traurigkeit aufsteigt und sie nicht sprechen kann. Frieda ist einen kurzen Moment ganz hilflos, streichelt ihr den Arm und meint: “Du musst es nicht erzählen…“

 

 

 

„Weißt Du Frieda, wir haben große Probleme. Mutter möchte genau hier in diesem Seniorenheim bleiben. Dabei wollte sie damals auf keinen Fall in ein Seniorenheim“, Renate lächelt. „Und dann hat sie hier auch gehörlose Senioren gesehen, heute könnte sie sich kein anderes, als dieses hier vorstellen können. Sollten wir die Gerichtsverhandlung verlieren, muss Mutter hier ausziehen und sie ist doch so unglaublich gern hier.“ Nur noch einmal zu Erinnerung: die Familie muss 500 Euro mehr Leistung, nur weil Ellen als Gehörlose dort lebt, im Seniorenheim. Diese Summe kommt noch zusätzlich zu den Leistungen die man für einen Unterkunft zahlen muss. In diesem Fall ist es nicht bezahlbar.

 

 

 

„Wie sollen wir ihr das erklären. Sie versteht, dass wir einen Kampf führen, aber sie versteht nicht die ganze Tragweite. Wir wissen einfach nicht, wie wir ihr das erklären sollen,denn wir haben einfach nicht die finanziellen Mittel, dieses Seniorenheim zu bezahlen.“ Frieda rückt Renate ganz nah, nimmt sie in den Arm und versteht noch mehr als in jeder Minute davor, dass es hier um richtig viel geht und es ein Kampf ist der alle Beteiligten sehr viel Kraft kostet.

 

Frieda flüstert ihr ins Ohr: “Ihr seid nicht allein, wir helfen Euch und kämpfen mit Euch zusammen!!“ Wir sind ergriffen und auch wir verspüren diesen Kloß im Hals.

 

Frieda und auch wir können einfach nicht verstehen, dass ein Mensch der Gehörlos mehr bezahlen muss, als wenn die monatlichen Kosten nicht schon hoch genug sind.

Müssten Nichtsehende auch mehr zahlen? Nein, das entzieht sich unserem Verständnis

PUNKT

In einer Sekunde schwenkt Frieda wieder mit vollem Elan und all ihrer Energie umher und über den Tisch zu Ellen. Sie spricht ganz deutlich und versucht ihre Schafslippen langsam und deutlich zu bewegen: “Ellen erzähle mir, was hast Du früher gemacht?“

Ellen erzählt auch voller Begeisterung, dass sie sehr gerne bei der Firma Krupp im Lohnbüro gearbeitet hat, das Schreiben auf der Schreibmaschine, ja das mochte sie und im Archiv hat sie manchmal auch gearbeitet, dort war ich gern, sagt sie und wir spüren das auch bei ihren Erzählungen. Ihre Töchter waren aber immer das Wichtigste, das erwähnt sie auch immer wieder.

 

Sie erzählt, dass noch weitere an die 15 gehörlose Senioren hier leben und alle miteinander viel Spaß haben. Sie spielen zusammen, machen sich den Tag schön, die vielen Gespräche, das nicht allein und separat zu sein, gefällt ihr. Sie erzählt uns auch, dass sie hier niemals weg möchte und ihren Lebensabend hier beenden möchte. Wir halten kurz Inne und denken in uns JA, DASS MÖCHTEN WIR AUCH.

 

 

 

Frieda kuschelt sich eng an Ellen und wir spüren, wie sehr Frieda dieses Thema beschäftigt.

 

Sie ist glücklich hier und dieses Seniorenheim scheint all das zu haben, was Senioren brauchen, ein tolles zu Hause.

 

 

 

Und überhaupt mal ein dickes Lob an Euch alle Mitarbeiter, die Tag aus - Tag ein, mit Früh- und Spätdienst und oft mit Überstunden und überhaupt mit Zeitdruck  ihren Dienst am Menschen leisten!! Danke, Ihr macht alle einen Super Job, der im übrigens viel zu knapp bezahlt wird, aber das wäre wieder ein anderes Thema!!

 

Jeder Mensch hat das Recht in Würde alt zu werden und jeder Mensch hat das Recht einen tollen Lebensabend zu verbringen, egal welche Gebrechen er hat.

Frieda fragt, was ihr denn hier so spielt, wenn ihr hier zusammen eure Zeit gestaltet. Und Ellens Augen strahlen wieder mit diesem besonderen Leuchten in den Augen. „Wir spielen gerne Mensch ärgere Dich nicht, kennst Du das?“

Frieda springt auf und sagt:„He, na klar, lass´ uns `ne Runde spielen.“

 

 

Schnell hat sie das Spiel auf den Tisch geräumt und los geht es.

 

Ellen nimmt die Farbe Grün. Oh oh, das ist ja Friedas Lieblingsfarbe und wir erwarten schon arge Diskussionen, aber hier zeigt sich Frieda mal total entspannt und überlässt Ellen ihre Farbe. Ach herrlich die Beiden mit so viel Spaßzu sehen und so viel Lachen. Die Würfel fallen und Frieda gibt alles mit vollem Körpereinsatz.

 

 

 

 

 

Ja und dann kommt der Moment auf den wir sehr gespannt sind, was nun geschieht. Frieda verliert dieses Spiel und ihr wisst ja, Frieda verliert nur ungern. Ellen feiert ihren Erfolg mit Jubeln, ach ist das schön sie so zu sehen.

 

Mh, einen Moment schmollt Frieda als Verlierer, aber dann schaut sie Ellen wieder an und meint:“Ach ist ja nur ein Spiel.“ Beide herzen sich auch sofort wieder und wir können sehen wie sehr Friedas Herz für Ellen schlägt und wie nah sich beide geworden sind.

 

 

 

 

 

 

Ein langer toller Abend geht zu Ende, wir bekommen Frieda gar nicht dazu einzusehen, dass wir nun auch mal wieder gehen müssen. Sie würde am liebsten bleiben und Ellen, Renate und Anja in ihrem Kampf Tag für Tag beistehen. Das können wir natürlich nicht aber wir können euch aufmerksam machen auf diese Ungerechtigkeit und wir können euch bitten zu helfen und zu unterstützen. Dieses Urteil muss einfach zu Gunsten der Familie Walte und für alle anderen die mal in eine solche Situation kommen sollten. Das könnten auch wir sein, da schließen wir uns nicht aus.

 

Es soll ein Meilenstein gesetzt werden, dass gehörlose Menschen nicht anders sind, sondern zu unserer Gesellschaft genauso dazu gehören und auch jeder Unterstützung, in diesem Fall die Dolmetscher, selbstverständlich sind.

Renate erklärt Frieda: „Du musst unbedingt auch Winny kennenlernen, ihr beide würdet euch blenden verstehen!“

Ja, Frieda erinnert sich an den angenehmen Mailkontakt mit Winny. Renate erklärt, dass Winny ihren Kampf auch unaufhörlich und mit aller Kraft unterstützt.

Friedas Augen leuchten sofort, wie die von Ellen und sie sagt: „Ich hab eine Idee! Wir treffen uns einmal alle zusammen und machen ein tolles Fest daraus, jeder bringt etwas mit und alle die uns gerade nah sind und Euch jetzt so sehr unterstützen.“

Renate ist gerührt von Friedas Idee und sagt: “Wir würden uns so gerne bei jedem Einzelnen aufs herzlichste Bedanken und ja, das ist eine sehr schöne Idee!!“

Frieda richtet sich an beide: „Kommt her, ihr seid nicht allein, wir sind alle mit dabei und sagen:

 

WIR SCHAFFEN DAS!!!

 

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Werdegang Familie Walte
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Wir können und möchten Euch, auch im Namen von Frau Walte&co, nicht auffordern zu spenden, das kann jeder für sich entscheiden, wir geben Euch nur einen Link sowie GESICHTER zu dieser Aktion.

Es gibt bestimmt ähnliche Fälle, wo Menschen um Gleichbehandlung kämpfen, auch an sie denken wir in dem Moment.

Noch eins möchten wir dazu noch schreiben, das ist uns und FRIEDA sehr wichtig:

Sollte das Urteil negativ ausfallen, war es auf jeden Fall ein Versuch. Jeder Versuch zählt und ist so wichtig, denn jeder kann in so eine Situation kommen, jede Mutter, jeder Vater, Freunde, oder Bekannte.

 

Auch die Bedenken von Renate und Anja:

 

Was ist wenn wir verlieren, wie sollen wir denen in die Augen schauen, die uns so unterstützt haben, die so viel Zeit Mut Geld investiert haben…

 

Liebe Renate, liebe Anja

 

Euch sei bitte gesagt:

Jeder entscheidet für sich, ob er spenden möchte, oder nicht, es ist aber wieder einmal wichtig, dass Menschen davon erfahren. Für uns war so etwas auch neu.

Wir möchten uns aber bedanken, dass Ihr so mutig seid und Euch dem Gericht stellt. Wir müssen einfach aufhören alles so hinzunehmen wie es uns serviert wird.

Wir sind Menschen und keine Maschinen, wir können immer etwas ändern, zusammen sind wir ein Meer und das trägt riesige Schiffe, fühlt Euch einfach von uns und unseren Lesern getragen, auch wenn die Wellen einmal höher schlagen!!

Wir freuen uns auf eine nächste Runde Mensch ärgere Dich nicht,

 

bis dahin liebe Grüße von

 

Frieda & CREW

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Kommentare: 18
  • #1

    Jana (Samstag, 11 November 2017 11:57)

    Das ist wirklich ein Hammer und mega ungerecht. In Deutschland wird dich die Kultur der Gleichberechtigung gepredigt und trotzdem gibt es solche Missstände. Unverständlich dagegen muss man es Unternehmen!!!!!!!!!

  • #2

    Renate Walte (Samstag, 11 November 2017 14:27)

    Liebe Frieda!

    Hab' von Herzen Dank für Deine warmherzigen, liebevollen und berührenden Worte und natürlich auch für Eure großartige Unterstützung!

    Wie man auf den Bildern beim Mensch-ärgere-Dich-nicht!-Spielen wunderbar sehen kann, hatte Ellen auch unglaublichen Spaß, mit Dir zu spielen. Nachdem ihr weg ward, erzählte Ellen mir, wie viel Freude sie hatte, Euch alle kennenzulernen. Sie freute sich auch sehr über den Zufall, von ehemaligen Weggefährten zu hören. Die Welt unter Gehörlosen ist halt doch sehr klein. Für Ellen war es ein sehr abwechslungsreicher und spannender Abend. Sie - und natürlich auch ich - haben Euch alle sehr ins Herz geschlossen. Wir sind dankbar, Euch kennengelernt zu haben.

    Wir werden den Kampf nicht aufgeben! Und gemeinsam sind wir stark!

    Von Herzen vielen, vielen Dank für Eure Unterstützung!

    Liebe Grüße an Euch alle

    Renate

  • #3

    Gustav Gans (Samstag, 11 November 2017 16:10)

    Frieda, uns fehlen ganz ehrlich gesagt die Worte, die wir Dir/Euch so gerne schreiben würden.
    Es hat uns so berührt, so ergriffen. Jeder für sich musste es erst einmal auf seine Art verstehen. Die Kinder brauchten Erklärung zum Thema Gehörlosigkeit. Genau an dem Punkt haben wir bemerkt, wir haben eigentlich gar keine Ahnung von dem Thema. Dieses möchten wir ändern, da waren wir sofort einig.
    Wir sind wohl nicht allein sprachlos.
    Dein so großes Herz kennen wir aber das hier ist mehr als ein großes Herz.
    Sei Dir sicher, dass Ellen unsere Unterstützung erhält. Das Mädel bastelt schon Sachen die sie verkaufen will. Die Jungs räumen Spielsachen zur Seite, die sie verkaufen wollen, sie sind in voller Aktion tätig. Darüber sind sogar wir als Eltern überrascht und gerührt.
    Danke Frieda, dass Du uns immer wieder aufweckst und uns Augen/Ohren für Themen öffnest.

    Wir drücken alle unsere Daumen und sind bei Euch bei diesem Kampf!

    Frieda & Crew IHR seid WUNDERVOLL und vieles mehr darüberhinaus.

  • #4

    Gabriele (Samstag, 11 November 2017 22:46)

    Liebe Frieda & Crew, selten in meinem Leben war ich so gerührt. Beim lesen rannen die Tränen.
    Ich möchte und werde helfen, mit bescheidenen Mitteln.
    Wie wunderschön, dass es Schäfchen mit samt Crews gibt, die NORMALOS auf soetwas anstoßen.
    Bitte bleibt so, ihr seit UNGLAUBLICH, FANTASTISCH.

  • #5

    Justin (Sonntag, 12 November 2017 12:53)

    Wie KRASS ist das denn? Da wird man, neben dem postiv Lachen über Frieda, ja richtig Sauer, wo kommen wir denn dahin.
    Frieda, da kämpfst Du genau an der richtigen Front mit.
    Daumen hoch für eure Aktion!

  • #6

    Gruppe HEP Schüler a. Braunschweig (Sonntag, 12 November 2017 13:12)

    Liebe Frieda,
    wir haben vor zwei Jahren einen Gebärdenkurs gemacht unsere Dozentin, wir glauben du kennst sie gut "zwinker" hat uns für Gehörlose sehr sensibel gemacht. Nun haben wir bei Facebook gerade deinen Link gesehen.
    Toll, wie du dich einsetzt, toll welch Energie durch die Geschichte erzeut wird.
    Wir werden schauen, was wir auf die Beine stellèn können, um dieses Projekt zu unterstützen.
    LG aus Braunschweig
    die HEP's

  • #7

    Gregor (Sonntag, 12 November 2017 19:44)

    Hallo Frieda und Crew,
    lass euch zuerst gesagt sein, wie wunderbar euer Artikel geschrieben ist und wie tief er unter die Haut geht. Ihr habt da meinen höchsten Respekt vor eurem Engagement.
    Ich bin sprachlos welch Lücken in unserem Staat auftun, vor allem in unserer Stadt.. Habe wir keine andere Probleme,als die Menschen, die unser Land wieder aufgebaut haben im Alter auch noch zu bestrafen.
    Dieses Urteil ist wirklich das Letzte, da fehlen mir die Worte.
    Auch ich werde euch unterstützen und verfolge dieses unverständliche Handeln der Stadt Duisburg.
    Ich hatte nie Berührungspunkte zu Gehörlosen Menschen. Durch euren Artikel hat sich mein Bewusstsein und meine Einstellung diesbezüglich gründlich geändert.
    Danke für diesen Artikel!!!

  • #8

    Benjamin (Sonntag, 12 November 2017 20:10)

    Ich bewundere eure stete Begabung, das innere von Menschen für andere zu öffnen und uns immer wieder für Neues zu öffnen.
    Wirklich toller Einsatz für eine gute Sache!

  • #9

    Bo-shitau (Sonntag, 12 November 2017 20:42)

    Hallo Frieda und Co, das habt ihr wundervoll und herzlich geschrieben. Ihr habt alles so treffend auf den Punkt gebracht und eine Tür zwischen zwei Kulturen geöffnet. Danke für eure Worte, die wohlweislich und so ehrlich geschrieben wurden. Ich bin ergriffen von eurem Bericht über dieses Thema und über diesen Abend.
    Ich umarme euch herzlich �

  • #10

    Susanne (Montag, 13 November 2017 12:19)

    Liebe Frieda, mir/uns fehlen die Worte.
    Zutiefst ergriffen und gerührt und ohne die richtigen Worte für diese Geschichte findend,möchten wir dir und deinem Team sagen
    WOW !!!!
    Wir sind sprachlos und sind bei Euch!!!

  • #11

    Gaby (Montag, 13 November 2017 18:54)

    Mega Hammer Story!
    Ich hoffe, dass es viele Menschen lesen und es viel geteilt wird und vor allem viele mit Euch mitkämpfen.
    Ich bin dabei!!!

  • #12

    Steffen (Montag, 13 November 2017 21:14)

    Was für eine gefühlvolle Story.
    Mich hat sie sehr ergriffen, wie viele andere, ein Unwissender was Gehörlose angeht.
    Auch ich möchte mir da meine Sinne anders lagern.
    Danke Frieda&Crew, dass ihr diesen Vorfall so gefühlvoll schildert.
    Das Urteil gegen Familie Walte wäre ein Skandal aus meiner Sicht.
    Weiter so!

  • #13

    Bodo (Dienstag, 14 November 2017 08:55)

    Super coole Aktion!!!
    Bin auch dabei!!!

  • #14

    Lea (Dienstag, 14 November 2017 13:18)

    Da wird man echt sauer, wenn man das liest, FRECHHEIT.
    Dennoch Frieda, du bist so charmant und einfühlsam, herrlich und wirklich wunderbar geschrieben.

  • #15

    Sina (Dienstag, 14 November 2017 18:47)

    Frieda, welch Geschichte!
    Wir mobilisieren auch und sind ganz bei Euch!
    Das Urteil geht gar nicht!
    Gebt nicht auf!

  • #16

    Jutta (Mittwoch, 15 November 2017 12:19)

    Frieda, Deine Geschichte macht sprachlos und wütend und im gleichen Atemzug ist man wieder so be-und gerührt.
    Du bist ein mutiges und wunderbares Schaf, weiter so.

  • #17

    Conni (Mittwoch, 22 November 2017 18:42)

    Liebe Frieda,
    wie schön das du dich diesem Thema annimmst und überhaupt für die Minderheit "Gehörlose"und diese ganz groß dastehen lässt. Das EHRT dich sehr.
    Vielleicht solltest du dich auch der Geschichte die gerade ganz aktuell in den Medien ist annehmen.
    Zwangsinplantation eines CI bei einem Kleinkind in Goslar.
    Ich dachte wir wären in Deutschland schon weiter.
    Leider müssen wir Gehörlosen immer noch ganz hinten anstehen.
    Danke das du für uns sprichst und mir auch in vielen aus der Seele.
    Tolle Geschichte.
    Ich hoffe das viele Menschen ihr Herz und mehr noch ihre Augen öffnen für Familie Walte.

  • #18

    Anja Bosserhoff (Sonntag, 10 Dezember 2017 16:34)

    Mich hat dein Beitrag, liebe Frieda, sehr ergriffen! Da er meine Mama betrifft, bin ich natürlich besonders sensibel. Ich habe geweint wie ein Schlosshund als ich ihn gelesen habe. Er ist so feinfühlig, emotional, auf den Punkt treffend und liebevoll geschrieben. Auch die vielen Kommentare an dieser Stelle rühren mich sehr. Es ist schon zu sehen, dass wir nicht alleine stehen. Wir brauchen noch viel Unterstützung und ich hoffe von ganzem Herzen, dass wir unser Ziel erreichen werden! Alles Liebe!
    Frieda: dir und deinem Team wünsche ich ein friedliches und besinnliche Weihnachtsfest und für 2018 viele schöne und glücklich Stunden - vor allen Dingen aber Gesundheit!!!