Frieda in Trier ….. endlich ;-)

Vielleicht erinnert ihr Euch noch an den Ostersamstag vor 3 Jahren…na??!!

Da ist Frieda zu uns gekommen und weil es so schön war, durfte sich unser Mädel etwas besonders Schönes für ihren Jubeltag ausdenken.

Wir sind mehr als verwundert, was aus ihrem kleinen Mäulchen hervorkam:

Frieda möchte einen Tag nach Trier!!

Zack, da war es aus ihr raus, wie schön.          https://www.trier-info.de/

Wir staunen nicht schlecht über ihre Wahl.

 

Sie erklärt auf der Fahrt, dass es doch jetzt bald Ostern wird und da könnte man sich doch auch mal in eine besondere Stadt begeben und sich schon mal auf das Fest einstimmen. Mh, was sie damit wohl meint, eine besondere Stadt?

Klar, es ist diesmal nicht bei uns um die Ecke, keine Niederrhein, kein Ruhrgebiet, aber es ist schon mal ein anderes Bundesland: Rheinland – Pfalz

„Es ist die älteste Stadt Deutschlands“, wir staunen nicht schlecht was unser Schäfchen alles so weiß und „es ist doch ein christliches Fest am Wochenende und da kann man doch auch in eine christliche Stadt fahren“, so ihre Worte.  Sie brabbelt und brabbelt bis wir endlich da sind.

Wir haben das Auto noch gar nicht geparkt, da ist sie auch schon los geflitzt und

bestaunt die beeindruckende Porta Nigra.        https://de.wikipedia.org/wiki/Porta_Nigra

 

Es ist ein wirklich gigantisches Bauwerk,  das Wahrzeichen von Trier,  170 n. Chr., erbaut.

Wir können gar nicht anders; sofort stellt sich ein Urlaubsgefühl ein.

Frieda versucht, sie sich aus jeder Perspektive anzuschauen, ihr Mund und Augen ständig geöffnet.  

 

Nachts erstrahlt die Porta in einem noch ganz anderen Glanz, herrlich.

Wir sind von diesen Bauten ständig fasziniert und fragen uns oft, was wird denn unser Jahrgang einmal hinterlassen? Bei welchem Bauwerk bleiben Menschen die Münder offen stehen, oder fragen sich, wie das die Menschen es in dieser Zeit geschafft haben. Wir werden es leider nicht erfahren.

Wir stellen aber sehr schnell fest, dass diese Stadt ein ganz besonderes Flair hat, selbst unsere Frieda ist hier mal wirklich ganz besinnlich, gar nicht so wild und aufgedreht, wie wir sie sonst kennen.

Ihre Augen sind ganz frisch, hell und wach. Wir nehmen Euch ein kleines Stückchen mit, denn wir könnten Euch so viele kleine tolle Ecken in Trier zeigen aber wir finden, hier muss man einfach selbst einmal sein und die Stadt spüren und auf eigene Faust erkunden, denn was für den einen spannend ist, ist für den anderen langweilig, oder umgekehrt.

Wenn wir so durch die Gassen schlendern, wird uns immer wiederbewusst, wie gut es uns doch geht. Schnell kommt ein Gefühl von Dankbarkeit & Demut auf, denn wir können spontan Reisen wohin man möchte, wir können sagen was wir wollen und leben in einem freien Land. Uns ist vollkommen klar, dass es nicht jedem so geht, sei es nun zum Beispiel durch Krankheit, oder Mangel an Kleingeld um so einen Kurztrip zu gestalten. Aber unterm Strich, können wir doch zufrieden sein.

 

 

Frieda sieht den Trierer Dom St. Petrus, www.dominformation.de/ es ist die älteste Bischofskirche und das älteste Bauwerk Deutschlands.

“Huiiiii“, stößt das Schäfchen aus vollen Bäuchlein heraus, denn auch das ist ein gigantisches Bauwerk.

 

Beim Eintritt vom Dom wird man ganz still.

Ein Schauern durchströmt unseren Körper, ohne es erklären zu können. So erging es nicht nur uns, sondern auch unserem Schäfchen.

Die reichliche Verzierung der Kuppel versetzt uns ins Staunen.

Trotz Stille im Raum, hört Frieda, wie ein Pärchen vom Heiligen Rock spricht und sie schaut uns fragend an?

Ja, hier liegt der Heilige Rock die Tunika von Jesus.        https://de.wikipedia.org/wiki/Heiliger_Rock

Auch wenn die Welt sich in ihrer Meinung um den heiligen Rock zweiteilt. Wir sind ganz angetan von dieser Vorstellung.

1996 wurde der Heilige Rock das letzte Mal für die Öffentlichkeit aus seiner Kammer geholt. Die ganze Stadt war unterwegs und zog auch viele Gäste von nah und fern an, verständlich.

Kerstin erzählt Frieda, dass sie genau zu diesem Zeitpunkt in Trier war und die Menschen in km langen Schlangen gestanden sind, um nur einmal am Heiligen Rock vorbei gehen zu dürfen.

Es geht eine ganz einzigartige Faszination von ihm aus und ob sie nun eingebildet oder real ist, ist überhaupt nicht von Belang, das Gefühl, was ausgelöst wird ist das Wichtigste.

Als wir nach langer Zeit uns zum Aufbruch bereit machen wollen, geht Frieda vor uns her und macht an den Kerzen halt, wir wissen genau was sie möchte.

Wir zünden viele Kerzen an, für die die für immer in unserem Herzen sind und wir sie nicht mehr bei uns haben, für die, denen wir gute Gedanken senden möchten, für die, die denen wir Genesung wünschen und für all die, für die wir unsere Herz öffnen, egal welcher Nationalität!!

 

                                                                  Wir gehen und sind von  STILLE & LIEBE erfüllt.

 

Wir können Euch den Tipp geben, sich diesen Dom wirklich mit Zeit und Ruhe anzusehen. versucht ihn zu erspüren, kommt zur Ruhe, setzt Euch in eine Bank und ihr werdet merken, dass etwas in Eurem Körper aufkommt. Was, das spürt jeder für sich.

Draußen vor dem Dom wird Frieda dann wieder recht lebendig und klettert auf einen Stein.

Nicht irgendein Stein, es ist der Sagen umwogende DOMSTEIN:

 

https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-110945-20150105-2

 

Den Domstein umgeben einige Geschichten und Sagen, aber dass interessiert Frieda nicht wirklich sie rutscht auf Ihm herum, macht Purzelbäume, bis sie ganz am Ende vom Stein angekommen ist.

Wir lesen Frieda dann etwas vor und müssen alle zusammen herzlichst Lachen, denn ohne es zu wissen hat Frieda den Domstein genauso genutzt wie die vielen Kindern über so viele Jahrzehnte.  Unsere Frieda hat sich eben doch das Kind in sich bewahrt, gut so!

 

Das Kinderlied vom Domstein
Der Trierer Domstein ist vor allem bei Kindern sehr beliebt: Man kann herrlich auf ihm sitzen und vor allem wunderbar auf diesem rauf- und herunterrutschen, so dass die Oberfläche der Säule inzwischen über den mittlerweile wohl Jahrhunderte andauernden kindlichen Gebrauch sehr glatt geschliffen ist.
Ein – zumindest in Trier – bekanntes Kinderlied warnt allerdings deutlich vor den Gefahren dieses Tuns! Im in der Stadt Trier gesprochenen „Trierischen“, dem auch als „Trierer Platt“ bezeichneten moselfränkischen Dialekt, liest sich das Lied wie folgt (Text nach www.dominformation.de):

„Om Duhmstaan sei mer romgerötscht. / Et waor net emmer ginstig.
De Box zeröss, de Kaap verlohr, / de Kopp zerschonn, blutrinstig.
Kaom eich dann haam, dao wosst eich gleich / eich braucht kann Red' ze haalen,
Eich braucht blus guden Dag ze saon, / de anneret soot mein Ahlen.
Roff de Trepp / schlich eich mich off den Ziewen.
Doch mein Klepp / die sein net ausgebliewen.“


Im Hochdeutschen ergibt sich daraus in etwa die folgende Übersetzung:

„Auf dem Domstein sind wir herumgerutscht. / Das war nicht immer günstig.
Die Hose zerrissen, die Kappe verloren, / den Kopf zerschunden, blutrünstig.
Kam ich dann heim, da wusste ich gleich / ich brauche keine Rede zu halten,
Ich brauchte bloß guten Tag zu sagen, / das Andere sagte mein Alter.
Die Treppe rauf / schlich ich mich auf den Zehen.
Doch meine Prügel / die ist nicht ausgeblieben.“


(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2015)

 

Ach herrlich,

schaut mal:

Wir schlendern weiter nachdem Frieda sich von ihrem Schwindelgefühl und vom vielen Rutschen und Drehen erholt hat. So ein verrücktes Schaf aber auch.

Es gibt hier mal ein Lädchen mit schönen Auslagen oder damal einen kleinen Snack und so arbeiten wir uns langsam voran.

 

 

 

 

Wir möchten Euch aber unbedingt noch mit in die Basilika nehmen.

 

Ihr könnt gespannt sein:

 

 

 

 

 

Auf ganz andere Art und Weise spricht uns diese Kirche ebenfalls an. Ein gigantisches Bauwerk der Thronsaal Kaiser Konstantins, es ist der größte Einzelraum, der aus der Antike überlebt hat, mit einer so hohen imposanten Decke.

Wir haben da was aufgeschnappt, ein Quadrat in der Basilika-Decke, könnt ihr es erkennen, ja genau eins dieser Fächer hat genau 9 qm, das wäre zum Beispiel die Größe einer kleine Küche in einer Wohnung. Wir sind wirklich sehr erstaunt.

 

Sie ist schlicht und doch mit so viel Charme.

Zu unserem Glück werden auch hier musikalische Vorbereitungen für Ostern getroffen und so bekommen wir auch noch wundervolle Klänge für unsere Ohren geboten.

 

Und dann wird Frieda auf einmal sehr beweglich und flitzt am Rand der Kirche Richtung Musik und wir haben schon große Bange, dass sie nun auch noch mit musizieren möchte. Aber nein, sie hat etwas entdeckt, schaut selbst:

Unsere Gedanken waren sofort in der Kirche in Kiel und umso mehr freuen wir uns, dass es scheinbar viele ev. Kirchen gibt, die sich dem Kerzen anzünden auch zugewandt haben. Und natürlich sind auch hier all unsere guten Gedanken beim Anzünden der Kerzen bei unseren Lieben Familien, Freunden.

Wir lauschen dem Konzert noch eine Weile und gehen dann noch hinaus in den zauberhaften Garten und dem kurfürstlichen Palais,    www.trier-info.de/kurfuerstliches-palais-info in dem Friedas sich natürlich gleich mal wieder wie eine Prinzessin fühlt und sich auch so aufführt, tztze.

 

Wir genießen den Tag so sehr und sind unserem Schäfchen für diesen Tag und die Idee nach Trier zu fahren sehr dankbar. Wir schlendern zum Auto zurück und begeben uns mit einem wohligen, guten und zufriedenen Gefühl auf die Rückfahrt.

 

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Drei Jahren sind es nun, die uns unsere Frieda immer wieder große Freude bereitet. Drei Jahre durften wir Dinge bestaunen, auf Wanderschaft gehen, neue Menschen kennen lernen. Gerade beim Fotografieren lernen wir Menschen kennen, die Neugierig sind, was wir denn da so machen, naja mit einem Schaf, bis dahin wissen sie ja nicht, was es für ein besonderes Schaf Frieda ist.

Man kommt ins Gespräch, erfährt einiges, oftmals auch Dinge, großes Beispiel, die Geschichte in Kiel, wo Menschen Kontakte mit Menschen in der Kirche finden, die man sonst nicht so erfahren hätte. Oder man sucht sich Perspektiven, wozu es einer Wanderung bedarf, wo manchmal auch liegende Baumstämme überstiegen werden müssen, Hosen dabei zerrissen, sich Schrammen zugefügt wurden, ja auch das war schon dabei, nur um ein schönes Bild zu bekommen.

Auch beim Schreiben erlebt man viele Erlebnisse noch einmal, vertieft es durch das Schreiben, lächelt vielleicht noch einmal dabei, weil es so schön war, weint vielleicht dabei noch einmal, weil so traurig war.

 

Wir genießen die Zeit mit Frieda, denn es ist auch unsere Zeit!

 

Wir wünschen Euch auch eine gute Zeit, auch wenn sie manchmal durch negative Nachrichten umschlagen, aber gerade dann heißt es: nicht aufgeben, sondern aufzustehen und nicht Müde werden, zusammen zuhalten, keine Ellenbogentaktik anzuwenden, sondern im Gespräch bleiben und nicht vergessen zu  LÄCHELN !!

 

Frieda & CREW

 

Wir sind in Gedanken in Münster….

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Constanze (Freitag, 13 April 2018 13:49)

    Liebe Frieda, welch eine süße Geschichte aus meiner Heimatstadt.
    In der Tat, Trier muss man selbst sehen, leben und spüren.
    Sehr schön geschrieben.
    Herzlichst
    Constanze aus Trier

  • #2

    Henni (Freitag, 13 April 2018 22:06)

    Super schöne Geschichte!

  • #3

    Gustav Gans (Samstag, 14 April 2018 09:48)

    Liebste Frieda,
    ach, tat deine Geschichte uns gut.
    Zur rechten Zeit die rechten Worte.
    Trier hat wirklich einen ganz eigenen, besonderen Charme.
    Deine Familie Gustav Gans

  • #4

    Gerste (Sonntag, 15 April 2018 15:30)

    Super schöner Artikel aus unserer Stadt!

  • #5

    Sina (Dienstag, 17 April 2018 09:13)

    Sehr COOLE und SÜßE Story.
    Tolle Stadt, muss ich wohl mal gib!

  • #6

    Inga (Samstag, 21 April 2018 08:33)

    Ach Frieda du bist ja ne Süsse!