Frieda und „das WANDERN ist des Müllers Lust“

 

 

 

Seit einem Jahr liegt uns Frieda in den Ohren, dass sie einmal mit auf ein „FAMILIEN- WANDERN“ möchte. Nun war es endlich soweit, es ging in den schönen bayrischen Wald.

 

In der ersten Nacht logieren wir im Mappacher Hof:

 

www.mappacher-hof.de/

 

ein nettes, kleines Hotel mit bürgerlicher Küche. Hier mahen wir den ersten Stopp und verbringen nur eine Nacht, denn Frieda ist geschafft von der langen Autofahrt.

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen ist sie Putzmunter und wieder für alle Schandtaten bereit. Sie erfreut sich an dem leckeren Frühstück und lässt sich natürlich nach allen Regeln der Kunst verwöhnen. Nur mal gut dass es noch keine Schnabeltasse ist, oder??

 

 

 

 

 

Nach einem „Pläuschken“ mit dem Chef des Hauses, lässt sie aber nicht mehr locker und möchte nun doch weiter, zu unserem Wanderort.

 

 

An unseren Zielort, in Lam:

https://www.lamer-winkel.bayern/de/lamer-winkel/ihre-urlaubsorte/lam/lam.html

im Hotel zur Post https://www.hotel-post-lam.de

angekommen  fühlen wir uns zu recht schnell zu Hause.

 

Hierzu sei lobend angemerkt, dass Anne, die älteste Schwester, alles für die ganze Familie organisiert und die Familie *nur* noch Anreisen muss. Allein hier ist Frieda schon beeindruckt, denn es macht ja doch einiges an Arbeit, das richtige Hotel und eine Wanderroute auszuarbeiten.                      

Liebe Anne, es sei dir von Herzen gesagt, hab vielen Dank für Deine Mühe, dass Du immer alles so Perfekt organisierst!!

 

Am Abend trudeln alle ein und Frieda ist so richtig aufgeregt. Es wird lange zusammen gesessen, viel geredet, viel gelacht und erst mal alles auf den neusten Stand gebracht. Alle haben sich länger nicht gesehen. Frieda sitzt genüsslich mittendrin und erfreut sich an diesem bunten Familientreffen.

Noch mehr freut sie sich aber auf die Wanderung am nächsten Tag, neue Orte und Ausblicke zu entdecken. Sie zieht sich ganz früh zurück,  geht auch schon schlafen, damit sie so richtig Fit ist.

 

Am nächsten Morgen wird sich wieder gemeinsam am reichhaltigen Frühstücksbuffet gestärkt und dann geht’s los. Nun gibt es ein großes Problem, durch eine Verletzung können wir selbst nicht mit, ebenfalls wird Christian nicht mit wandern können und so mutig Frieda nun an diese Geschichte ran gegangen ist, wird ihr nun aber doch etwas mulmig und sie ist sich gar nicht mehr so sicher, dass sie ganz allein auf die *Familienwanderung* macht.

 

Es ist ja nicht so, dass sie nicht die ganze Familie kennt, aber, immer das große ABER?!

 

 

 

Wir reden ihr alle gut zu und es wird versprochen gut auf sie aufzupassen, dann wird auch endlich gestartet. Es wird sich ausgerüstet und vorbereitet, Wettergerecht angezogen und für alle Eventualitäten vorbereitet. Frieda schaut noch etwas skeptisch drein aber dann geht es wirklich endlich los.

 

 

 

Am Wegweiser stehen alle noch einmal und schauen, wohin der Weg führt. Frieda hüpft noch schnell auf Andreas Rucksack, damit sie auch alles mitbekommt und schaut ihm über die Schulter und ist gespannt wie es jetzt weiter geht.

 

 

 

 

 

UiUiUi….der Weg geht aber steil bergauf und Friedas  kleinen Beinchen machen das nicht auf Dauer mit.

 

Aber Frieda hat etwas ganz wichtiges auf dieser Wanderung gelernt. Niemand wird allein zurückgelassen, niemand wird überhaupt allein gelassen. Es wird immer, wenn sich der Blickkontakt verliert auf den Rest der Gruppe gewartet. Ein schönes Gefühl von *Jeder für Jeden* und alle haben ein wachsames Auge füreinander.

 

 

 

So wird auch  schnell bemerkt, dass Frieda nicht so flink ist und Manfred nimmt sie auf den Arm und bettet sie sicher in den Rucksack. Ja, da ist unsere Frieda gleich wieder fröhlich und trällert mit den Müller`s ein fröhliches Wanderlied.

 

 

 

 

Es werden immer wieder kleine Pausen eingelegt, so bleibt auch Zeit um Bäume mal so richtig zu drücken. Die Japaner sagen ja Waldbaden dazu.

 

 

 

 

Frieda ist sich nicht immer ganz sicher, ob Günther den Baum umarmen möchte oder ob der Baum den Günther auf den Beinen hält. Frieda kichert leise vor sich hin. Sie hat ja auch gut lachen, sie wird getragen.

Der Weg ist ein herrlich, schaut `mal:

 

Auf dem Weg findet Frieda immer wieder Steinhaufen, in allen erdenklichen Formen, mal hoch, mal breit. Frieda hat immer wieder auf der Wanderung versucht zu erfahren, warum sie stehen. Wir haben ganz viele Antworten von anderen Wandergesellen bekommen.  Einmal wurde erzählt, dass es Wegweiser seien, oder dass es eine Art Erinnerung für jemanden sei, oder für ein Weg ist, mal, dass es einfach eine Form von*ich war hier* ist.

 

Im Internet haben wir folgendes gefunden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Steinmännchen

 

 

 

Dann haben alle die erste Anhöhe und Aussichtsplattform erreicht. Frieda  genießt den Ausblick in vollen Zügen.

 

 

 

 

 

Jeder nimmt sich diesen Moment für sich und genießt: Innehalten, abspeichern.

 

 

 

 

 

 

 

Dann hört Frieda plötzlich ein dumpfes Geräusch und dreht sich erschrocken um. Frieda springt den Felsen hinunter zu Günther, ob er gefallen ist oder hat er Kreislaufprobleme?!

 

 

Egal Frieda greift beherzt zu den Rettungsmaßnahmen: 1.nach der Atmung schauen, offene Wunden? Also.

Stabile Seitenlage, oder Schock? Alles wäre möglich, vielleicht eine Unterzuckerung???

Diese hat sie ja im Ausbildungszentrum-Uerdingen vom Thorsten gelernt.

 

Als Frieda zur Wiederbelebung ansetzen will, also Aug in Aug und Mund zu Mund, beginnen alle schallend zu lachen. Erst schaut Frieda etwas entgeistert drein aber dann versteht sie den Spaß und lacht laut mit. Natürlich geht es dem Günther gut, keine Sorge.

 

Also noch einen Schluck Wasser trinken und alles wieder geschultert, samt Frieda und weiter geht’s.

 

Dann findet die Gruppe einen Hinweis auf die Räuber-Heigl-Höhle:

 

 https://www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Wandern-im-Bayerischen-Wald/Bergwanderungen/Wandern-rund-um-den-Kaitersberg/Auf-den-Spuren-des-Raeuber-Heigl

Spontan und in der Gemeinschaft wird entschieden: „Ach ja, das ist ja nur ein kleines Stück, das nehmen wir noch mit!“ Frieda hat große Vorfreude, denn Höhlen  findet sie richtig toll. Das ändert sich schnell, als sie den Weg dorthin sieht.

 

 

 

Es geht sehr steil und sehr steinig abwärts. Frieda bibbert an jeder Locke aber schnell ist eine helfende Hand zur Stelle und Andreas spricht ihr liebevoll Mut zu und nimmt sie in seine Fittiche und so kommt Frieda den Berg gut und heil herunter.

 

 

 

Frieda ist da nicht allein, auch Susi hat mit der Höhe und dem Abstieg zu kämpfen. Höhenangst ist wirklich eine schlimme Angst. Wie zu Anfang erwähnt, hier zählt die Gemeinschaft, das Füreinander da sein. So ist der Lug zur Stelle und bgelietet sie sicher hinab.

 

 

 

 

 

 

 

An und in der Höhle wird wieder sehr viel Spaß gemacht, verständlich, denn alle sind sicher angekommen.

 

 

 

 

Frieda quatscht noch ein wenig mit anderen Wanderern. Wie sich herausstellt sind diese aus der  Nähe der Wutzschleife und so war gleich ein kleiner Austausch möglich. Frieda sendet euch herzliche Grüße!!

 

 

 

 

 

 

Die Höhle ist erkundet und nun geht es wieder hinauf.

 

 

 

 

Oben angekommen müssen Frieda und Anne sich erst einmal beraten, wo es denn jetzt weiter entlang gehen soll. Die Anne ist was Wandern angeht ein richtiger Profi und kennt sich im bayrischen Wald bestens aus. Sie zeigt Frieda wohin es jetzt geht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es geht zum nächsten Stopp dem Kreuzfelsen: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzfelsen_(Bayerischer_Wald)

Nun stellt sich aber bei all dem Berg hinauf und Berg hinab ein Hüngerchen ein und natürlich hat Anne auch dafür eine nette Hütte mit leckeren Schmankerl gesorgt, wo alle sich wieder stärken können.

 

Ein weiteres Mal muss Frieda sich über den  Bierwärmer amüsieren. Hier treffen wir auch erneut auf die kleine Wandergruppe von der Höhle.  Frieda fällt auf, dass unter den Wandersleuten Gemeinschaftsdenken herrscht. Das gefällt ihr sehr.

 

Es wird gespeist und geratscht und gebabbelt, wie schön, dass sich die Geschwister samt Familie so viel zu erzählen haben und sich nicht einfach nur anschweigen und hoffen, dass der Tag vorbei geht. Alle erzählen, dass ihnen dieses Treffen 1x im Jahr schon sehr wichtig ist, dass man sich so mal wieder richtig in Ruhe austauschen kann und man sich durch die Entfernungen ansonsten ja auch nicht sehr oft sieht. Jeder hat ja auch noch so sein eigenes Leben, seine Hobbys oder arbeitet eben. Wie schön, dass es ein weiteres Jahr geklappt hat. Nachdem all den Bauch gefüllt haben geht es zum Abstieg. 

Im Hotel fallen ruhen sich alles erst einmal aus, machen sich frisch, bevor am Abend alle wieder eintrudeln und einen wundervollen gemeinsamen Abend verbringen. Lachen und Spaß haben steht immer im Vordergrund. Es wird ein langer und vor allen Dingen fröhlicher Abend.

 

 Und dann, Frieda läuft gerade wieder das Wasser im Mund zusammen, kommt der weltbeste Kaiserschmarrn auf den Tisch. Frieda isst es mit höchst größtem Genuss, bis ihr Bauch noch Kugelrunder ist als zuvor. Sie genießt und lässt dem Koch noch ausrichten: “Sehr, sehr lecker und der beste Kaiserschmarrn den sie jemals gegessen hat.“ Auch wenn diese Aussage den Ehrgeiz von Manfred anheizt und er Frieda verspricht, ihr auch einen ganz leckeren Kaiserschmarrn zu zauber. Sie zieht noch eine Augenbraue hoch, schaut ihn an und sagt: „Na da bin ich ja mal gespannt, denn dieser hier ist gar nicht noch besser zu machen!!“

 

Oh,oh, was da wohl draus wird, wir werden auf jeden Fall darüber berichten, versprochen.

 

Auch nachts liegt sie noch lächelnd im Bett, hält sich den Bauch, wir sind ganz sicher, sie träumt vom leckeren Essen.

 

Ein langer Tag mit vielen Eindrücken und wundervollen Momenten geht zu Ende und alle fallen in ihre Betten.

 

Am nächsten Morgen treffen sich alle wieder am Frühstücksbufett mit fröhlicher Laune. Anne erzählt von der nächsten Wanderung und alle lauschen, wohin es denn heute geht.

Frieda schaut in die Runde. Sie entscheidet sich ganz Kurzentschlossen, heute nicht mit auf die Wanderung zu gehen, sondern heute den Tag mit Christian zu verbringen. Frieda und ihr großes Herz, sie teilt es eben einfach auf.

Nachdem sich alle gestärkt haben, geht es los. Die Gruppe begibt sich auf den neuen Wanderpfad den Anne ausgesucht hat und Christian und wir erkunden zuerst einmal den Ort Lam.

 

Ganz besonders hat uns die Pfarrkirche St. Ulrich mit ihrem im Sonnenlicht strahlenden Charme eingefangen, sie strahlt eine sehr große Ruhe aus. 

Frieda und Christian genießen die Ruhe gehen einen Moment in sich. Frieda fällt nur eines auf, es gibt in dieser Kirche und das ist das erste Mal, dass wir dieses in einer kath. Kirche erleben, keine Kerzen zum anzünden. So senden wir unsere Gedanken im Geiste an unsere Zuhausegebliebenen.

 

Nachdem wir uns alles in Ruhe angesehen haben, hat Christian eine Idee. Wir können mit dem Auto einige Aussichtspunkte anfahren und mit viel Glück immer auf unsere Wandersleute, den Rest der Familie treffen. Nicht lang gefackelt, auf geht’s.

 

 

 

Unser erster Aussichtspunkt ist die Hindenburgkanzel https://www.lamer-winkel.bayern/de/lamerwinkel/streaming/.../p.../hindenburgkanzel

 

Von hier haben wir einen wirklich tollen Ausblick und Christian zeigt Frieda auf welchen Berg unsere „Das Wandern ist des Müllers Lust“ Gruppe gerade läuft.

 

Wehmut ist schon dabei, nicht dabei zu sein, ist hart.

 

 

So sehen sie beide in die Ferne.

Bis Christian auf die Uhr zeigt und meint: “Frieda hopp hopp, los, sonst verpassen wir sie noch an ihrer ersten Berghütte!“

Aber Frieda wär ja nicht Frieda, wenn sie nicht auf der Fahrt noch was  entdecken würde und so sieht sie den Arber, den erkennt sie von den Fotos vom letzten Jahr und Christian ist beeindruckt, dass sie sich das gemerkt hat. Ja, wenn die Frieda sich mal etwas in den Kopf prägt das bleibt. Ein Stück weiter sind wir dann am Arbersee https://de.wikipedia.org/wiki/Großer_Arbersee

Frieda hält nichts mehr. Sie muss hier ausstiegen und Christian hat Mühe das  Auto schnell genug zum Stehen zu bringen.

 

 

 

 

Ein Blick hinter uns, ah da sind Kinder und die lachen laut, also muss da etwas spannendes sein. Und in der Tat eine Waldkugelbahn:

 

https://www.bayerisch-eisenstein.de/.../eine-waldkugelbahn-am-großen-arbersee.html

 

Ein riesen Spaß für Groß und Klein und für  Schäfchen, schaut selbst:

 

 

 

Frieda sendet Grüße an alle Kugelbahnfans, es war so eine Gaudi; hihi

 

 

Dann zeigt Christian auf die Uhr und ja, wir müssen gehen, denn wir wollen ja unsere Wandergruppe überraschen. Und dank Christians Zeitplan schaffen wir das auch und kommen rechtzeitig an der Ausflugsgaststätte Hoher Bogen an. Ja, da  sitzen sie und lassen es sich gut gehen, da reihen wir uns gerne dazu und lassen uns etwas vom Wanderweg erzählen.

 

 

Christian erzählt, dass wir mit einer Seilbahn Hohenbogen:

 

 www.hohenbogen.de   fahren werden.

Oh, da werden die Augen von Frieda aber groß. Seilbahn ist sie noch nie gefahren. Frieda ist froh, dass Christian bei uns ist, er zeigt uns alles ganz genau und nimmt Frieda an die Hand, so fühlt sie sich gleich etwas sicherer.

Dann kommt auch schon unser Lift und nun heißt es raufhupfen auf den Sitz…..aufregend ist es allemal…und dann die Fahrt….die ersten Meter ist Frieda noch ganz aufgeregt und dann überkommt uns eine solche Ruhe, denn ….jetzt hört man nichts mehr…eine gespenstische Ruhe auf der Fahrt hinauf, herrlich. Wir genießen nicht nur diese Ruhe sondern auch die Aussicht, ganz besonders als wir oben angekommen sind, Frieda mit einem Hops wieder runter von dem Lift und schon hat sie sich den schönsten Aussichtspunkt gesucht und ist tief beeindruckt von der Schönheit dieses Fleckchen Erde.

 

Sie wird aus ihren Träumereien gerissen, als die Wandergruppe ankommt und nun sind alle wieder vereint. Der Hunger ist nun recht groß und so speisen wir  gemeinsam auf der Hütt`n am Hohen Bogen:

 

 https://sektor-f.de

Ach herrlich, dieses immer wieder Beisammensein.

 

Hier wird jetzt auch fröhlich von dem Wandertag erzählt.

 

 

Bei Bierwärmer Getränken und Kaiserschmarrn geht Frieda so richtig das Herz auf und ein bisschen wird sie wehmütig und traurig, denn wenn wir bzw. die Gruppe den Berg hinabgestiegen ist, dann heißt es Abschied nehmen.

 

Nachdem sich alle gestärkt haben geht es noch einmal gemeinsam hinaus um die schöne Aussicht zu genießen. Frieda mag alle noch mal um sich haben, auch wenn ein Teil an dem heutigen Tag nicht dabei sein konnte, so tummelt sich doch der Rest um das Gipfelkreuz. Mit viel Humor und Lachen werden noch kostbare Minuten verbracht. Bevor wir mit Christian den Abstieg mit der Seilbahn angehen und die Gruppe, den Rest des Berges hinunter wandert.

 

Abermals genießen wir diese Stille und diesen herrlichen Ausblick  bis wir auf der Hälfte der Seilbahnstrecke lautes Gelächter wahrnehmen und wir wissen, dass kann nur jemand von uns sein. In der Tat ist es das Lachen von  Manfred, das aus dem Wald hallt, sehen können wir ihn noch nicht, dafür aber gut hören und wir wissen, wie groß der Spaß in der Gruppe gerade sein muss.